Leinen

Leinen – schon immer beliebt

Leinen wird aus der Pflanze Flachs hergestellt. Leinen ist neben Wolle die Faser, die den Vorfahren gerade in unseren Breitengraden schon immer natürlicherweise zur Verfügung stand. Funde in Vorderasien (vor ca. 6000 v. Chr.) und Reste von Leinengeweben  in Pharaonengräbern (ca. 3.000 v.Chr.) belegen die Verwendung von Leinen. Auch wird auf altägyptischen Wandmalereien der Flachsanbau dargestellt. Der Flachs wanderte dann mit der Ackerbaukultur nach Mitteleuropa. Flachsanbau gehörte früher zu fast jeder Landwirtschaft. Schon immer kamen die besten Leinenqualitäten aus Belgien und Frankreich (z.B. „Brüsseler Spitze“). Weitere bedeutende Anbaugebiete neben Nordfrankreich, den Niederlanden und Belgien liegen in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion, in China und in Ägypten.

Leinen war auf Grund seiner schmutzabweisenden und atmungsaktiven Eigenschaften sehr beliebt, insbesondere bei körperlicher Arbeit auf dem Feld, bei der man stark schwitzte und mit viel Schmutz zu kämpfen hatte. Baumwolle hat Leinen im 20. Jahrhundert fast aus dem Markt verdrängt, aber in den letzten Jahren gewinnt Leinen an Beliebtheit und Bedeutung.

Nach wie vor erhält Leinen seine Bedeutung durch die einzigartigen Eigenschaften und findet seinen Einsatz traditionell bei Kleidung. Immer beliebter ist hochwertige Leinen-Bettwäsche, die sich an heißen Tage angenehm kühl auf der Haut anfühlt sowie der Einsatz von Leinen in Wohnaccessoires. Nicht zuletzt möchte ich den Leinen-Brotbeutel erwähnen, der schon bei unseren Großeltern zum Einsatz kam und auch heute gibt es keinen wirklich guten anderen Ersatz für die Aufbewahrung von Brot. 

Eigenschaften von Leinen

Die Faser ist  glatt und schließt wenig Luft ein. Diese Eigenschaften sorgen dafür, dass Leinen flusenfrei, schmutzabweisend, bakterizid und antistatisch ist.

Ein Stoff aus Leinen ist außerordentlich atmungsaktiv. Leinen-Fasern können in hohem Maße Luftfeuchtigkeit aufnehmen und an die Umgebung abgeben und haben deswegen einen kühlenden Effekt. Leinenstoffe sind reißfest, aber völlig unelastisch. Die fehlende Elastizität macht die Stoffe stark knitteranfällig.

Im Prinzip kann man Leinenstoffe bei 95 °C waschen, jedoch dürfen Leinengewebe nicht gerieben oder gescheuert werden, sollten also im Schongang bei 40 °C gewaschen werden.  Beim Bügeln sollte der Stoff noch leicht feucht sein.

 

Die Vorteile von Leinen auf einen Blick

  • schmutzabweisend
  • bakterizid
  • antistatisch
  • atmungsaktiv
  • feuchtigkeitsaufnehmend
  • robust und reißfest
  • gut für Allergiker geeignet
  • flusenfrei
  • kühlend und angenehm

 

Die Nachteile von Leinen auf einen Blick

  • knittert
  • läuft beim ersten Waschen ein
  • empfindlich gegen Reiben und Scheuern

Meine Produkte aus Leinen:
Brotbeutel
Knotentasche nach japanischem Vorbild
Leinentücher zum Waschen
Shopper

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