Tisch decken -So klappt's

Wie deckt man eine festliche Tafel?

Eine festliche Einladung und eine festliche Tafel gehören zusammen, denn das Auge isst immer mit. Ein liebevoll und schön gedeckter Tisch wird den Gästen noch lange in Erinnerung bleiben.

Sie wollen Gäste einladen zu einem besonderen Anlass? Hierfür gibt es Regeln, die man sich von den Profis abschauen kann. Man kann das zur Perfektion (über)treiben – gerade kleine Stilbrüche sind auch auf der festlichen Tafel toll und schaffen eine unverwechselbare Atmosphäre. Das können besonderer Farbakzente, eine überraschende Blumenanordnung oder fröhliche Details auf weißem Porzellan sein.

Grundsätzlich sollte die Tischwäsche, Geschirr, Gläser und Besteck zum Anlass passen. Dies gilt auch für den Tischschmuck.

 

Checkliste für den festlich gedeckten Tisch

Bevor Sie den Tisch decken geht es an die Vorbereitung. Das wird benötigt :

  • Liste über Anzahl und Namen der Gäste.
  • Menüfolge, Getränkeplanung
  • genügend großer Tisch.
  • Tischwäsche: Tischdecke oder auch Tischläufer, Stoffservietten
  • für jeden Gast: Stoffservietten, Besteck für alle Gänge, Gläser: in der Regel sind es drei – ein Wasserglas, ein Weißweinglas und ein Rotweinglas) und Geschirr, eventuell Platzteller, Brotteller.
  • Dekoration, Blumenschmuck.
  • Nach Wunsch: Namenskärtchen, Menükärtchen.

Hier ist eine Checkliste für die wichtigsten Vorbereitungen und Regeln, quasi  das ‚Pflichtprogramm‘, bevor man mit der ‚Kür‘ kleine Akzente setzt.

  • Der Tisch darf nicht wackeln!
  • Beleuchtung testen.
  • Für jeden Gast sind mind. 50 cm, besser 70 cm zu veranschlagen.
  • Prüfen: Gutes Besteck ohne Flecken und schönes, absolut sauberes und unbeschädigtes  Geschirr sind ein Muss. Je bunter das Design des Geschirrs, desto zurückhaltender die Tischwäsche und Dekoration.
  • Für die Anordnung von Geschirr, Gläsern und Besteck gibt es einfache Richtlinien:
  • Man beginnt mit dem Mittelpunkt des Arrangements: Ein Platzteller bzw. der Platz für den Teller. Auf dem Platzteller wird die Serviette platziert, alternativ links außen neben dem Besteck.
  • Für jeden Gang gibt es ein eigenes Besteck. Das Besteck wird nach einer einfachen Regel angeordnet:
  • Was mit der rechten Hand benutzt wird, liegt rechts vom Teller, entsprechendes gilt für die linke Seite. Die  einzelnen Besteckteile werden von außen nach innen benutzt. eigentlich logisch aber wichtig: Die Schneide der Messer zeigt zur Mitte. Man will ja nicht in die Schneide greifen!
  • Der Brotteller wird auf der linken Seite des Gedecks, noch außerhalb des Menübestecks platziert, Hierauf wird das Messer, idealerweise ein kleineres sog. Brotmesser, gelegt.
  • Das Besteck für das Dessert legt man oberhalb des Platztellers. Hier gibt es eine simple Regel: „Er (der Löffel) liegt auf Ihr (der Gabel). Der Griff des Löffels ist rechts, der Gabelgriff ist links ausgerichtet.
  • Die Gläser werden oberhalb der Messer auf der rechten Seite platziert. Analog zum Besteck gilt: Je früher das Glas benötigt wird, desto weiter außen rechts steht es. Ganz außen steht deshalb das Wasserglas. In einer schrägen Linie nach oben werden dann die anderen Gläser angeordnet. Als Orientierung gilt für das Weißweinglas eine gedachte vertikale Linie zum Menümesser.

Tipps:

Der kleine Finger ist das Maß für den Abstand des Platztellers von der Tischkante (4 – 5 cm)

Mehrere Gabeln können auch versetzt gelegt werden

Wenn Sie wissen Sie, dass bei Ihrer Tafel Linkshänder teilnehmen, platzieren Sie das Menübesteck anders herum. Die Gläser und das Desserbesteck bleiben. Diese Aufmerksamkeit wird Ihnen sicher hoch angerechnet!

Tipps und Ideen für besondere Tische mit kleinen Details

Die festliche Tafel ist bestimmten Anlässen vorbehalten. Viel öfter haben wir Einladungen und Menüs, wo es nicht ganz so nach Regeln hergeht. Gerade bei solchen Gelegenheiten kann man beim tisch decken seine Kreativität ausleben und den eigenen Stil zeigen: das hinterlässt bei den Gästen einen bleibenden Eindruck. Wenn sich die Gäste von Anfang an wohl fühlen, steht dem gelungenen Beisammensein nichts mehr im Wege.

Hier ein paar Dekoideen:

Motto-Tische

Das können Mottos wie Sommer, Strand, aber auch jahreszeitliche Mottos wie Ostern, Weihnachten sein. Das Motto bestimmt die Farben und Dekoration.

So eignet sich für einen Sommerlook schlichtes Ambiente mit Holz, Keramik und Leinentischwäsche in gedeckten, zarten Farben. Pastelltöne passen sehr gut zu Holz und zu Keramik in Grautönen. Alles soll lässig und leicht wirken.

Stile

Hier sind Stilrichtungen wie Landhausstil, Moderner Stil, skandinavischer Stil gemeint.

Einen Tisch zu decken im modernen Stil ist minimalistisch und schlicht. Wenige Teile setzen Akzente, das können auch – sozusagen als Stilbruch – alte Gebrauchsgegenstände sein. Aber immer sparsam und zurückhaltend.

Zum Landhauslook passen natürliche Materialien am besten. Gerne serviert man auf unbehandelten Holztischen mit natürlicher Maserung. Es werden keine Tischdecken verwendet, eher Platzdecken oder Tischläufer. Ein Tischläufer als Blickfang und mit Falten drapiert sieht sehr stark aus. Ebenfalls sind Stoffservietten, lässig arrangiert und/oder mit ausgefallenen Serviettenringen ein toller Blickfang. Diesen Look erreicht man mit Stoffservietten in Leinen oder Ramie durch den fasereigenen Knitterlook. Ein knorriger Zweig oder eine andere Pflanzenvariante auf dem Tisch, die man vielleicht nicht erwartet, passen sehr gut dazu. Lagern Sie jedoch gerade Material, das Sie im Wald sammeln, immer erst einen Tag damit die beim gedeckten Tisch unbeliebten „Gäste“ sich fortschaffen können.